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X-Twin's - Spielzeug-Flugzeuge aus EPP - nicht nur für Kinder . . .

Bernhard Bornschein - Berlin

 


Vor ein paar Jahren sah ich in einem Elektronik-Markt einen grossen Bereich mannshoch gestapelter Spielzeug-Flugzeuge der Fa. Silverlit. In bunter, aufwendiger Sichtverpackung gab es diverse Modelle mit Funk-Fernsteuerung im 27 MHz Bereich zur Auswahl. Ich konnte nicht wiederstehen . . . dem verlockenden Sonderangebot folgend, erwarb ich meine erste 'X-Twin Bi-Wing'.

Zum experimentieren mit diesen ca. 20 g leichten Flugzeugen kann ich einen relativ leerstehenden Raum nutzen. Dem Vorteil der Windstille steht eine geringe Flughöhe von etwa 2,5 m gegenüber, da Kabeltrassen den Raum durchkreuzen.







Wie sollte es anders sein - kurz darauf vermehrten sich diese 'Schaumflieger'. Es wurde mit den Tragflügeln experimentiert : oben länger - unten kürzer usw. Den Leitwerksholm gebogen, um die Leitwerke auszurichten, ein Stückchen Klebeband an die Nase und wieder ab.

Eine Verlängerung des oberen Tragflügels verschlechtert die Selbstneutralisation nach einem Kurvenflug. Die Bi-Wing taumelt dann. Maximal 20mm je Seite etwas schräg angesetzt sind möglich.

Der untere Tragflügel wird auf jeden Fall gekürzt.




Die Steuerung dieser Flieger erfolgt ja über die Drehzahl der beiden Motoren. Für den Vorwärtsflug stehen sieben Stufen zur Verfügung. Für den Kurvenflug wird jeweils einer der Motoren in seiner Drehzahl erhöht bzw. herabgesetzt - je nach Stellung des 'Gashebels'. Fliegt man gerade eine Kurve und gelangt mit dem Gashebel unterhalb der ersten Stufe, gehen die Motoren aus und die X-Twin stürzt bei evt. zu geringer Flughöhe meist ab. Diese Art der Steuerung ergibt natürlich eine etwas eckige Flugbewegung - trotzdem genial gelöst. Im Netz findet man schnell Foren und Homepages mit Erfahrungs-berichten und diversen Basteleien anderer X-Twin-Fans. So werden durch Entfernen, Hinzufügen oder Überbrücken von Dioden oder Leiterbahnen Funktionen erreicht, die sehr praktisch sind. So zB. der sogenannte 'Segelflug-Mode'. Das bedeutet, auch wenn der Gashebel auf 'Null' steht, funktioniert die Kurvensteuerung. Somit geht der Flieger nicht mehr runter. Eine andere Variante ist die Funktion 'weite Kurven' / 'enge Kurven', welche mit Dioden aktiviert/deaktiviert wird. Manche Modelle sind serienmässig auf grosse Kurven, andere auf enge Kurven eingestellt - je nach grundsätzlichem Flugverhalten. Ich hatte in sämtliche Fernsteuerungen den 'Segelflug-Mode' eingebaut.





Sehr viel Präziser lassen sich die X-Twins mit dieser Weiterentwicklung des Silverlit-Systemes steuern.







X-Twin Steuerung mit einem X-UFO Sender

Ein X-Twin-Sender stellt 7 Stufen zur Einstellung der Motordrehzahl bereit. Die über die Motordrehzahl realisierte Seitenruder-Funktion ist einstufig – links und rechts. Die Flugzeug-Elektronik kann aber mehr, wie findige Modellbauer herausgefunden haben – nämlich 16 Geschwindigkeitsstufen für den Flug und 8 Stufen für die Seitenruder-Funktion. Damit lässt sich eine X-Twin Bi-Wing, Sport, Turbo Fury usw. viel präziser steuern.

Bernhard Konze hat die Impuls-Telegramme der X-Twin's analysiert und eine Software für den Amtel ATiny 2313 Prozessor geschrieben, eine Platine mit SMD-Bauteilen entwickelt und das Ganze in einen X-UFO-Sender eingebaut.

Link zum Projekt :

http://home.versanet.de/~b-konze/xtwin/xtwin.htm

Ein Test-Aufbau mit konventionellen Bauteilen auf einer Lochraster-Platte passt auch in den X-UFO-Sender hinein.












Bi-Wing Nr. 3 - als Optimum

Es zeigte sich, das ein auf 60mm gekürzter unterer Tragflügel (je Seite) das Optimum darstellt. Die Stützen können entfallen, die Vertiefungen werden mit Tesa abgedeckt.

Bei noch kürzerem unteren Tragflügel zB. je 40mm wird der Höhenverlust in Kurven zu gross - die Fluggeschwindigkeit steigt jedoch etwas.




X-Twin - Sport














X-Twin - Sport











Stealth








X-Twin Stealth




wird fortgesetzt . . .

































Edit : 29.04.11 by Bernhard Bornschein